Zwei Personen spielen Schach in der Soteria

Sta­ti­o­näre Be­hand­lung – nahe beim Men­schen

In der So­te­ria Bern be­han­deln wir junge Men­schen zwi­schen 16 und 40 Jah­ren in aku­ten psy­cho­ti­schen Kri­sen. Wir be­glei­ten be­hut­sam und mensch­lich, bie­ten ein ge­schütz­tes, wohn­grup­pen­ähn­li­ches Um­feld und sor­gen für eine leit­li­ni­en­ge­rech­te so­zi­al­psych­ia­tri­sche Be­hand­lung.

Zielgruppe

Junge Menschen zwischen 16 und 40 Jahren in einer akuten psychotischen Krise

Aufenthalt

Aufenthaltsdauer nach Bedarf; durchschnittlich 5 bis 9 Wochen

Plätze

10 Einzelzimmer in einem schön renovierten Haus in der Stadt Bern

Akute Psy­cho­sen be­hut­sam be­wäl­ti­gen

Ein helles Zimmer in der Soteria

Unsere Erfahrung zeigt: Menschen in akuten psychotischen Krisen sind auf Fachpersonen angewiesen, die die Krise mitaushalten, präsent sind und regulieren helfen. Genau das bietet unser stationäres Angebot:

  • Akutphase: Die Nutzenden wohnen im freundlich eingerichteten «Weichen Zimmer», das sie von Aussenreizen abschirmt. Dort werden sie von derselben Fachperson während 24 Stunden in einem 1:1-Setting begleitet.
  • Weitere Behandlungsphasen: Wir unterstützen die Nutzenden schrittweise und behutsam auf dem Weg zurück in den Alltag und ins Leben.

Ver­trau­en, Frei­wil­lig­keit und Selbst­be­stim­mung

In der Soteria finden Nutzende Ruhe, Halt, Sicherheit sowie eine klare, einfache Tagesstruktur. Sie wohnen in einem entspannten, wohngruppenähnliches Umfeld und gestalten gemeinsam mit den Milieutherapeut:innen einen möglichst normalen Alltag.

  • Wir bauen auf stabile, vertrauensvolle Beziehungen und verzichten bewusst auf Zwang.
  • Wir setzen konsequent auf Freiwilligkeit und Selbstbestimmung: In den Behandlungskonferenzen gestalten die Nutzenden ihre Behandlung selber mit.
  • Angehörige und Nahestehende sind für uns besonders wichtige Partner:innen während und nach der Behandlung.
Zwei Junge Menschen bei einem Gespräch über akute Psychosen in der Soteria

Be­glei­tung durch ein en­ga­gier­tes Team

Bei uns stehen den jungen Nutzenden rund um die Uhr junge Milieutherapeut:innen zur Seite. Wir stellen bewusst Menschen mit unterschiedlichem Berufs- und Erfahrungshintergrund ein. Zum Team gehören auch Peer-Mitarbeitende, die ähnliche Krankheitserfahrungen mitbringen wie die Nutzenden.

Die Soteria Bern ist in allen Bereichen ärztlich geleitet und orientiert sich an den international anerkannten Richtlinien für die Behandlung psychotischer Krisen.

Be­hand­lung und the­ra­peu­ti­sche Grund­sät­ze

Die stationäre Behandlung der Soteria Bern gliedert sich in drei Phasen:

1. Phase:  Ängste lösen und beruhigen
Einfühlsame 1:1-Begleitung, waches Dabei-Sein und intuitives Eingehen auf aktuelle Bedürfnisse durch dieselbe Fachperson während 24 Stunden im «Weichen Zimmer»

2. Phase: Aktivieren und an die Realität anpassen
Schrittweise Beteiligung an Gruppenleben und Haushalt, zunehmende Übernahme von Eigen- und Mitverantwortung sowie Einzel-, Gruppen- und Familiengespräche

3. Phase: Soziale und berufliche Integration vorbereiten
Vorbereitung auf die Rückkehr in den Alltag, Klärung von Fragen zu Wohnen und Arbeiten, Besprechung der Rückfallprophylaxe und Übergabe an ambulante:n Therapeut:in

Die Dauer und die Reihenfolge dieser Behandlungsphasen kann je nach Person variieren. Die Übergänge sind fliessend.

  • Milieu: Behandlung in einem kleinen, entspannenden, reizgeschützten und möglichst normalen, wohngruppenähnlichen Umfeld
  • Menschlichkeit: Behutsame und kontinuierliche mitmenschliche Begleitung
  • Kontinuität: Konzeptuelle und personelle Kontinuität in der Begleitung während der akuten Phase und bei weiterführenden Behandlungsangeboten im Sinne der integrierten Versorgung
  • Angehörige: Enge Zusammenarbeit mit Angehörigen und anderen wichtigen Personen aus dem sozialen Umfeld
  • Transparenz: Klare und gleichartige Informationen für Nutzende, Angehörige und Betreuende über Verletzlichkeit, psychotische Krise, Krankheitsbild, Behandlung und Prognose
  • Medikation: Zurückhaltender und individuell abgestimmter Einsatz von Medikamenten
  • Zukunftsplanung: Gemeinsames Erarbeiten von konkreten Zielen und Prioritäten im Bereich Wohnen, Ausbildung, Beschäftigung oder Arbeit, basierend auf realistischen, vorsichtig positiven Zukunftserwartungen und verbunden mit angemessenem Risikobewusstsein, insbesondere bezüglich zukünftiger Belastungen
  • Rückfallprophylaxe: Rückfallprophylaxe aufgrund der Analyse der individuellen Krisenanzeichen und Belastungssituationen sowie Erarbeiten von Bewältigungsmöglichkeiten
  • Nachsorgeplanung: Individuell gestaltete weiterführende Behandlung im Rahmen des integrierten Versorgungsangebotes
  • Recovery: Der Recovery-Ansatz ist fester Bestandteil der Grundhaltung der Soteria Bern 

Gut zu wis­sen

Soteria Bern: Walter Gekle, Chefarzt

Dr. med. Walter Gekle

Chefarzt Soteria

Soteria Bern: Christian Schenkel, Betrieblicher Leiter stationäre Behandlung

Christian Schenkel

Betrieblicher Leiter Stationäre Behandlung Soteria

Soteria Bern: Christine Clare, stv. betriebliche Leiterin stationäre Behandlung

Christine Clare

Stv. Leiterin Stationäre Behandlung Soteria

Nehmen Sie für ein Indikationsgespräch oder eine Anmeldung mit uns Kontakt auf. Auch bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Die Soteria Stationär ist auf der Spitalliste des Kantons Bern. Die Kosten werden über die Grundversicherung der Krankenkasse abgerechnet.

Nach dem Aufenthalt in der Soteria Stationär haben die Nutzenden die Möglichkeit, ins Tageszentrum der Soteria Bern zu wechseln oder die ambulante Wohn- und Alltagsbegleitung zu nutzen.

Tageszentrum Soteria

Das Tageszentrum befindet sich am selben Standort wie unser stationäres Angebot und unterstützt die Nutzenden dabei, im Alltag wieder Fuss zu fassen.

Wohnbegleitung und Alltagsunterstützung

Im Rahmen des begleiteten Wohnens unterstützen wir Nutzende in ihrer eigenen Wohnung oder in einem Wohnangebot der Soteria auf dem Weg in ein selbstständiges Leben. Ausserdem bieten wir flexible Einzelgespräche und eine individuelle Alltagsunterstützung an.

Bei Interesse bleiben wir mit den ehemaligen Nutzenden im Austausch und bieten ihren Angehörigen auch nach dem Austritt Unterstützung an.

Für ehemalige Nutzende und ihre Angehörigen organisieren wir regelmässig kostenlose Austauschtreffen, zu denen sie herzlich eingeladen sind. Die Daten finden Sie in unserer Agenda.

So­te­ria Bern in Bil­­dern

Soteria Bern mit Balkon und Terrasse
Stadtnah und doch geschützt: Soteria Bern
Zwei Personen spielen Schach im Wohnzimmer der Soteria
Spielrunde im Wohnzimmer der Soteria
Ein Zimmer in der Soteria Bern
Hell und freundlich: die Einzelzimmer in der Soteria
Ein helles Zimmer in der Soteria
Geschützt vor Reizen: das Weiche Zimmer für die Akutphase
Zwei Personen bei einem Gespräch in der Soteria
Halt finden in stützenden Gesprächen
Sämi, der Hauskater der Soteria Bern
Lässt sich nicht aus der Ruhe bringen: Hauskater Sämi

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Im Ta­ges­zen­trum der So­te­ria Bern fin­den junge Men­schen in einer psy­chi­schen Krise eine sta­bi­li­sie­ren­de Ta­ges­s­truk­tur, Halt und Ori­en­tie­rung.

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Zwei Personen im Gespräch in der Soteria
Am­bu­lan­te Be­glei­tung
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Agenda_igs Bern
Agen­da
Die igs Bern or­ga­ni­siert wäh­rend des gan­zen Jah­res ver­schie­de­nen Ver­an­stal­tun­gen für In­ter­es­sier­te wie auch für Nut­zen­de und An­ge­hö­ri­ge.

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